KGV Waldhügel e.V.

Vereinsgeschichte

Am 07.12.1947 fand die Gründungsversammlung im Lokal Hessling statt. 1948 wurde der Verein gegründet.

Es wurde einstimmig beschlossen, dass der Verein den Namen Kleingärtnerverein Waldhügel trägt. Anwesend waren auch Herr Westen von der Stadtverwaltung Rheine und die Presse.

Einstimmig wurde an diesem Abend auch ein Vorstand gewählt:

Vorsitzender: August Bergenroth

Stellv. Vorsitzender: Heinrich Beil

Kassierer: Josef Schlienkamp

Schriftführer: Wilhelm Reinberg

 

Folgende Punkte standen dann auf der Tagesordnung:

Beginn der Gartenarbeit

Anlegung der Hauptwege

Beseitigung der Bombentrichter

Einfriedung der Anlage bzw. Anpflanzung einer Hainbuchenhecke

 

Am 23.03.1949 fand die erste Generalversammlung statt. Der Gründungsvorstand wurde im Amt bestätigt. 1949 hatte der Verein 82 Mitglieder.

In der Generalversammlung am 12.11.1950 wurde beschlossen, für jeden Garten zwei Pflaumenbäume zu kaufen und diese in Form einer Allee anzupflanzen. Bis heute gibt es diese Pflaumenallee.

 

 

Am 26.05.1952 stellte der Verein einen Bauantrag zur Errichtung eines Vereinsheimes. 

 

 

Der Stadtdirektor erteilte am 11.02.1954 die Baugenehmigung für ein Vereinsheim. So entstand zuerst eine Baracke, die dann 1959 erweitert und ausgebaut wurde. Die Erweiterung wurde ebenfalls durch die Stadt Rheine genehmigt.

 

Erst 1964 erfolgte der Anbau einer Küche, eines Kellers, eines Geräteschuppens und einer Toilettenanlage.

Übrigens hielt man bis 1968 Generalversammlungen ab. Erst dann sprach man von der Mitgliederversammlung.

In den 1960er Jahren wurden die Kleingärtner noch gebeten, mehr Blumen zu pflanzen. Bis dahin wurden die Parzellen hauptsächlich für den Kartoffelanbau genutzt. In der heutigen Zeit wäre man froh, wenn es wieder mehr Kartoffeln gäbe.

1968 wurde noch ein Gastzimmer angebaut und so war von der „alten Baracke“ aus dem Jahr 1952 nicht mehr viel übrig.

Der Bau des Vereinsheimes und die Erschließung (Strom, Wasser) haben den Verein immer wieder an finanzielle Grenzen gebracht.  1969 wurde in der Mitgliederversammlung mitgeteilt, dass auf dem Vereinsheim immer noch 5.000.- DM Schulden lasten und der Bierpreis um 5 Pfennig angehoben werden muss.

Die Wirtschaft (Vereinsheim) hat damals einen großen Teil der Kosten eingespielt. Sie war immer gut besucht und Bier wurde schon immer gerne getrunken. Und so gab es 1970 keinen Grund mehr zur Sorge, dass die Belastung von 5.000,- DM nicht mehr getragen werden konnte.

1974 wurde dann eine Gasheizung im Vereinsheim eingebaut. Zusätzlich gab es 6.000,- DM an Landesmitteln, um die Wege in der Anlage auszubauen.

Interessant ist, dass auf der Jahreshauptversammlung 1980 erwähnt wurde, dass erstmalig in der Vereinsgeschichte die Ehefrau eines Vereinsmitgliedes wegen ungebührlichem Benehmen aus dem Verein ausgeschlossen und ihr ein Gartenverbot erteilt wurde.

In den Jahren 1980 bis 1982 wurden diverse Arbeiten am Vereinsheim ausgeführt. Dazu gehören die Verlegung des Fliesenbodens, die Dacherneuerung und der Küchenausbau. Außerdem wurden die Bestuhlung und die Sitzecke angeschafft.

Im Jahr 1980 wurde dem Vorstand erstmalig keine Entlastung erteilt. Den Kassenprüfern wurden weder Belege noch ein Kassenbuch des Kassierers vorgelegt. Der Kassierer ist in dieser Versammlung zurückgetreten. 

Ein Jahr später wurde dem Vorstand dann Entlastung erteilt, nachdem alle Ungereimtheiten aufgeklärt waren. Das Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Münster wegen der Unregelmäßigkeiten zog sich noch bis zum Jahr 1984 hin. Es ging um eine Fehlsumme von 16.000,- DM. Man einigte sich auf einen Vergleich.

Erst 1982 wurde eine elektrische Ringleitung gelegt und die Theke im Saal erstellt.

Nachdem alle Kleingärten mit Strom und Wasser versorgt waren, so dass auch fast bei jedem ein WC auf der Parzelle eingebaut worden war, kam 1985 die Auflage des Bauamtes, die Toiletten zu entfernen und die Toilettenanlage im Vereinsheim zu nutzen. Aber auch 1986 wurde dieser Punkt noch einmal erörtert, da immer jeder die Toilette in der Parzelle benutzte.

 

1987 wurde das Dach des Vereinsheimes erneuert, da dieses noch aus Well-Eternitplatten bestand. Es war wasserdurchlässig und nicht wärmedämmend.

Ebenfalls 1987 hat ein Gartenfreund seinen Kleingarten gegenüber dem Vereinsheim aufgegeben. Der Garten wurde nicht mehr vergeben, sondern es entstand ein Kinderspielplatz nach modernsten Gesichtspunkten mit TÜV-geprüften Spielgeräten.

 

 

An körperliche und seelische Grenzen wurden die Vereinsmitglieder gebracht, als das Vereinsheim für 8 Jahre verpachtet wurde und für die Kleingärtner kaum noch zu nutzen war.

Diese Zeit ist zum Glück vorbei und es ist ein Schmuckstück entstanden, welches von den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern wieder gern genutzt wird. 

 

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